Ethnomarketing in Deutschland

In Deutschland ist eine neue Form der "interkulturellen Kommunikation" zu beobachten: Eine zunehmende Zahl von Unternehmen richtet ihre Marketingstrategien auf Menschen mit ausländischen Wurzeln aus und betreibt somit "Ethnomarketing" (englisch = ethnic marketing). Das Phänomen verbreitete sich vom KFZ- über den Konsumgütermarkt bis zu den Telekommunikations-, Kapitalanlagen-, Immobilien- und Versicherungsmärkten.

Auf der Grundlage einer gründlichen Markterforschung ging das Projekt der Fragestellung nach, wie die beauftragenden Unternehmen sowie Ethnomarketingagenturen und –medien die Türken in Deutschland zu einer ethnischen Zielgruppe konstruieren. Das Projekt mündete in die vorliegende Dissertation (siehe nebenstehende pdf) von Matthias Kulinna, der inzwischen freiberuflich Beratung und Seminare zu Ethnomarketing anbietet (vgl. http://www.tuerkeifokus.de/).

Projektlaufzeit: 2002-2004

Projektbeteiligte:
Dr. Robert Pütz (Geographie)
Dr. Frank Huber (Betriebswirtschaftslehre)

Bearbeiter:
Dr. Matthias Kulinna

 

Publikationen:

Kulinna, Matthias (2008): The Construction of turks in Germany as a target group of marketing. In: Ala Al-Hamarneh, Jörn Thielmann (Hrsg.): Islam and Muslims in Germany. Leiden, Boston. S. 553-583.


Ders. (2007): Ethnomarketing in Deutschland. Die Konstruktion von Ethnizität durch Marketingakteure. (= Forum der Humangeographie, Bd. 3)