Graduiertengruppe: Audiovisuelle Kommunikation als wissenschaftliche Methode

Zunehmend erarbeiten und verbreiten Sozial- und Kulturwissenschaftler ihre Ergebnisse mit Hilfe audiovisueller Verfahren. In der interdisziplinären Graduiertengruppe werden die theoretischen Grundlagen dieser Praxis reflektiert. Journalistik, Geographie und Ethnologie erarbeiten in gemeinsamer Anstrengung Rahmenmodelle für die Anwendung audiovisueller Kommunikate in wissenschaftlichem Kontext. Mit einer starken Komponente praktischen Filmschaffens wird das wissenschaftliche Potential des filmischen Mediums ausgelotet. Sind Bilder theoriefähig? Was vermag Audiovisualität in der transkulturellen Kommunikation zu leisten? Können partizipatorische Videoprojekte sinnvolle Entwicklungsimpulse geben? Welche ethischen, epistemologischen und repräsentatorischen Herausforderungen wirft die filmische Darstellung illegalisierter Migration auf?  Wie kann mit Hilfe audiovisueller Techniken kulturelle Identität rekonstruiert werden? Welche neuen Modi der Darstellung müssen für solche Aufgaben erschlossen werden?   In konkreten Feldforschungen in Nordafrika, Kenia, Kolumbien und auf Mayotte werden nicht nur die empirischen Ausgangsdaten als Basis theoretischer Innovation gewonnen, sondern zugleich wird auf professionellem Niveau praktische Filmarbeit geleistet, in der die erarbeiteten Einsichten praktische Umsetzung und Erprobung erfahren.  

Laufzeit: 2010-2012

Beteiligte:

Prof. Dr. Karl N. Renner (Journalistik)
Prof. Dr. Anton Escher (Geographie) 
Jun.-Prof. Dr. Matthias Krings (Ethnologie)
Dr. Gerd Becker
Claudia Engels M.A. (Ethnologie)
Andrew Tucker M.A. (Ethnologie)
Steffen Köhn M.A. (Ethnologie)