Regina Heilmann neue Geschäftsführerin von SIETAR

Mitunter sind die Wege junger Nachwuchswissenschaftler der JGU unvorhersehbar. So wurde mit ZIS-Mitglied Dr. Regina Heilmann, die jahrelang mit dem Forschungsschwerpunkt „Orientbilder im Film“ im Zentrum für Interkulturelle Studien (ZIS) aktiv war, nun die neu geschaffene Stelle einer Geschäftsführerin bei SIETAR Deutschland e.V. besetzt. SIETAR Deutschland ist eine der bundesweit größten Organisationen für Personen, die auf dem Gebiet der interkulturellen Zusammenarbeit und der kulturellen Diversität tätig sind.

SIETAR Deutschland agiert als Kontaktbörse, wissenschaftliches Forum und Kooperationsmakler für Interkulturalisten in Politik, öffentlicher Verwaltung, Gesundheits- und Sozialwesen, Universitäten und Wirtschaftsunternehmen. Die ca. 700 Mitglieder von SIETAR Deutschland arbeiten als BeraterInnen, TrainerInnen und Coaches, als ForscherInnen und Lehrbeauftragte zu interkulturellen Themen oder sind in Unternehmen und öffentlichen oder sozialen Diensten damit beschäftigt, die Zusammenarbeit und das Zusammenleben von Menschen aus verschiedenen Kulturen zu verbessern.
Ihren Weg von einem archäologischen Studium zu einem angewandtsorientierten gegenwartsbezogenem Interesse, beschreibt Heilmann nach Amtsantritt an die SIETAR-Mitglieder wie folgt: „So begann ich, mich neben historischen auch für angewandte Kulturwissenschaften zu interessieren. Nach dem Magisterstudium in Heidelberg, Tübingen und Freiburg und ersten Arbeitserfahrungen erschien mir eine neue Forscherinitiative der Mainzer Kulturgeographie namens „Cinema, Media and the Middle East“ als ideal für eine Dissertation im Bereich des Orientalismus-Diskurses, um beide Felder interdisziplinär zu bearbeiten. Gefördert wurde das Projekt u. a. vom Mainzer „Zentrum für Interkulturelle Studien“, dem ich bis heute verbunden bin.“

Nach ihrer Dissertation schrieb sie nach wie vor Beiträge über den antiken wie rezenten Orient in Form von Rezeptions- und Medienthemen, absolvierte Weiterbildungen im Bereich Projektmanagement, interkulturelles Forschungsmanagement und PR-Arbeit; für die Stadt Mannheim entwickelte sie einen Basisworkshop über Interkulturalität/interkulturelle Kompetenzen, der für mittelständische Betriebe sowie kommunale Behörden gedacht ist. Seit März ist sie nun SIETAR-Geschäftsführerin. Die neu geschaffene Stelle einer Geschäftsführung soll die Mitglieder und den Vorstand von SIETAR Deutschland e.V. ab sofort noch stärker in ihrem Ziel unterstützen, interkulturelles Zusammenleben und Arbeiten zu fördern und voranzubringen.
Für das ZIS, das vielfältige Kooperationen mit Partnern aus Politik und Wirtschaft, Kultur und Gesellschaft unterhält, ist so eine direkte Verbindung zu SIETAR natürlich sehr erfreulich.