Das goldene Zeitalter des italienischen Films

Thomas Koebner zu Gast in der ZIS-Reihe "Publikationen Interkultureller Forschung"

11.11.2009

Das Zentrum für Interkulturelle Studien (ZIS) der Johannes Gutenberg-Universität Mainz veranstaltet im Wintersemester 2009/2010 die Reihe "Publikationen Interkultureller Forschung" zu seinen zahlreichen Buchveröffentlichungen der letzten 24 Monate. Im zweiten Vortrag der Reihe am Mittwoch, 11. November, präsentiert Publizist, Literatur- und Medienwissenschaftler Professor Dr. Thomas Koebner sein Buch "Das Zeitalter des italienischen Films". Der Vortrag beginnt um 18 Uhr in der Infobox auf dem Universitätscampus.

Um 1960 fand in Italien eine Art Wunder der Kinematografie statt - parallel zur Nouvelle Vague in Frankreich, aber weit weniger beachtet. Federico Fellinis "La dolce vita" eröffnete eine Periode der Grenzüberschreitungen auf der Suche nach neuen Sujets, Formen und Genres wie dem Politthriller und dem Italo-Western. Von Federico Fellini bis Michelangelo Antonioni, von Luchino Visconti bis Pier Paolo Pasolini, von Pietro Germi bis Francesco Rosi, von Sergio Leone bis Bernardo Bertolucci reicht Koebners 2008 erschienenes Lexikon der großen italienischen Regisseure.

Thomas Koebner war 1972-1973 Filmbeauftragter des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit, bevor er von 1973-1983 eine Professur für Germanistik und Allgemeine Literaturwissenschaft an der Bergischen Universität Wuppertal innehatte, an deren Aufbau er beteiligt war. Die Folgejahre arbeitete Koebner als Professor für Neuere Deutsche Literatur mit dem Schwerpunkt Medienwissenschaft an der Philipps-Universität Marburg. Von 1989-1992 war er Direktor der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin. Seit 1993 war er in Mainz Professor für Filmwissenschaft und wure hier im Jahr 2007 emeritiert.

Ende 2008 stellte das Zentrum für Interkulturelle Studien fünf Neuerscheinungen vor. In der ersten Jahreshälfte 2009 sind vier weitere Monographien und Sammelbände zu interkulturellen Schwerpunktthemen erschienen, weitere kommen bis Jahresende hinzu. Diese rege Publikationsaktivität ist ein Spiegel der breit angelegten interkulturellen Forschungsfelder Mainzer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Mit der Vorstellungsreihe im kommenden Wintersemester möchte das ZIS einen Einblick in die vielfältigen interkulturellen Forschungen an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz geben.


Nächster Vortrag der Reihe:
Mittwoch, 18. November 2009:
"9/11 als kulturelle Zäsur. Repräsentationen des 11. September 2001 in kulturellen Diskursen, Literatur und visuellen Medien"
Dr. Sascha Seiler / Dr. Thorsten Schüller
Beginn: 18:00 Uhr, Infobox